Wetter- und Warnlage für Deutschland




Ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Montag, 12.01.2026, 20:00 Uhr

Von West nach Ost ausbreitende Niederschläge, im anfangs Osten teils Schneefall, im Westen Regen, im Übergang gefrierender Regen mit teils erheblicher Glatteisbildung (Unwetter). Schwerpunkt der Glatteisgefahr vor allem im Osten, teils bis Dienstagvormittag anhaltend.

Wetter- und Warnlage: Heute überquert ein atlantischer Tiefausläufer weite Teile Deutschlands ostwärts und leitet eine deutlich milderen Witterungsabschnitt ein. Im äußersten Nordosten und Südosten hält sich aber noch längere Zeit bodennahe Kaltluft.

SCHNEEFALL/GLATTEIS (UNWETTER ): Im Osten zunächst etwas Schnee (oft nur 1 bis 2 cm). Im weiteren Verlauf in Regen übergehend. Dabei teils erhebliche Glätte infolge Glatteisbildung auf den noch gefrorenen Böden (UNWETTER )! Von Westen und Südwesten allmählich ostwärts voranschreitend, vor allem in tiefen Lagen, rasche Entspannung.

Besondere Gefährdung im sächsischen Elbtal sowie im Südosten von Bayern aufgrund von beständig negativen Temperaturen. Dort starker Eisansatz an Vegetation und Infrastruktur möglich!

Am Dienstag noch im äußersten Osten und Nordosten markante Glatteisgefahr, im Laufe des Vormittags auch dort allmähliche Entspannung.

In der Nacht zum Mittwoch im Umfeld des Lausitzer Berglands markante Glätte durch vorübergehend gefrierenden Niederschlag wenig wahrscheinlich.

WIND/STURM: In der Nacht auf Dienstag nur noch in Gipfellagen der Mittelgebirge stürmisch (Bft 8 bis 9) aus Südwest. Dienstag tagsüber dort anhaltend (Bft 8).

FROST: In der Nacht zum Dienstag in der Osthälfte sowie in den Hochlagen der Berge oftmals leichter Frost zwischen 0 und -5 Grad. Sonst frostfrei.

Am Dienstag am längsten frostig in Richtung Oder und Neiße. Sonst im Tagesverlauf überall frostfrei.

In der Nacht zum Mittwoch im Süden leichter Frost zwischen 0 und -4 Grad.

NEBEL: In der Nacht zum Dienstag im Norden regional dichter Nebel mit Sichtweiten von unter 150 m.

In der Nacht zum Mittwoch im Südosten gebietsweise dichter Nebel.



Detaillierter Wetterablauf:
In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt bis bedeckt, gebietsweise dabei Niederschläge. Teils als Regen, in der Osthälfte teils noch als Schnee, zunehmend auch dort Übergang zu gefrierendem Regen mit hoher Glatteisgefahr. Tiefstwerte von West nach Ost zwischen +5 Grad und -5 Grad.

Am Dienstag stark bewölkt und gebietsweise etwas Regen, im Osten anfangs lokal noch gefrierend mit teils unwetterartiger Glatteisgefahr. Vor allem in den südlichen Landesteilen ab dem Mittag meist trocken, örtlich Auflockerungen. Abends im Nordwesten neuer Regen. Höchstwerte zwischen -1 Grad am Oderhaff und bis 13 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind um Süd. In der Nacht zum Mittwoch wechselnd bis stark bewölkt, im Nordwesten und Norden gebietsweise weitere Regenfälle, an der Oder teilweise noch gefrierend mit Glatteisgefahr. Im Süden meist trocken und gebietsweise Nebel. Tiefstwerte zwischen +6 Grad im Westen und -3 Grad am Alpenrand. Im Bergland böiger Südwestwind.

Am Mittwoch weiterhin stark bewölkt oder neblig-trüb und gebietsweise etwas Regen. Im östlichen Vorpommern und in Tälern der östlichen Mittelgebirge vereinzelt noch gefrierender Regen nicht ganz ausgeschlossen. Am Alpenrand überwiegend trocken und teils größere Auflockerungen. Höchstwerte zwischen +1 Grad an der Oder und +12 Grad am Oberrhein. Mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. Auf einigen Gipfeln teils stürmische Böen. In der Nacht zum Donnerstag nachlassende Niederschläge, aber weiterhin größtenteils bedeckt bei Tiefstwerten zwischen +6 und -1 Grad mit den tiefsten Werten im Südosten. Dort Glättegefahr.

Am Donnerstag vielfach stärker bewölkt, gelegentlich etwas Regen. Im Süden und Südosten meist trocken und zeitweise etwas Sonne, am meisten an den Alpen. Bis 12 Grad am Oberrhein und nur um 4 Grad in Ostvorpommern und in Ostbayern. Schwacher bis mäßiger Südwestwind, im Bergland zeitweise böig auflebend. In der Nacht auf Freitag im Norden etwas Regen, meist abziehend. Später im Westen neuer Regen. Sonst häufig trocken und in der Südosthälfte gebietsweise aufgelockert. Dort -3 bis +1 Grad, sonst 6 bis 0 Grad. Vereinzelt Glätte.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl-Met. Sabine Krüger, Helge Tuschy