Thermischer Gefahrenindex - Prognose






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Der thermische Gefahrenindex beruht auf der Bewertung der meteorologischen Umgebungsbedingungen über die Gefühlte Temperatur.
Die Beanspruchung des Organismus und damit die gesundheitliche Gefährdung steigt mit zunehmender Abweichung vom Behaglichkeitsbereich sowohl zum Warmen als auch zum Kalten hin.



Hintergrund
Der engste Zusammenhang zwischen Mensch und Atmosphäre besteht bei den thermischen Bedingungen. In gleichem Zuge, wie diese sich ständig ändern, sind Anpassungsreaktionen des Organismus erforderlich, um die Körperkerntemperatur konstant bei 37 °C zu halten.
Während beim Gesunden diese Anpassungsreaktionen unproblematisch und meist auch unbemerkt ablaufen, kann es bei Menschen mit eingeschränkter Fähigkeit zur Thermoregulation auch unterhalb der Schwelle zum Extremen zu gesundheitlichen Beschwerden oder Befindensbeeinträchtigungen kommen. Betroffen davon sind insbesondere Ältere, Herzkreislauf- und Atemwegskranke, Suchtkranke, aber auch Menschen mit mangelnder Fitness.
Basierend auf einer Bewertung der thermischen Bedingungen mit Hilfe der Gefühlten Temperatur wird der thermische Gefahrenindex erzeugt. Er weist auf das gesundheitliche Gefährdungspotenzial hin, das aufgrund der im Freien auftretenden thermischen Bedingungen erwartet wird. Die gesundheitliche Bedeutung kommt insbesondere dadurch zustande, dass zur Thermoregulation weitere körpereigene Regelsysteme aktiviert werden wie beispielsweise das Herz-Kreislaufsystem, das Hormonsystem und der Wasserhaushalt. Vorrangig regelt der Organismus die Körpertemperatur, wodurch es relativ schnell zu Befindensbeeinträchtigungen im Bereich von Herz- und Kreislauf kommen kann.
Die Vorhersagen des thermischen Gefahrenindex sind sehr sinnvoll, da geeignete Verhaltensmaßnahmen wie beispielsweise unter warmen Bedingungen das Vermeiden der direkten Sonne oder bei Kältereizen das Aufsuchen von Windschutz die Anpassung wirksam unterstützen und somit gesundheitliche Beschwerden vermindert oder sogar vermieden werden können.

Beziehung zwischen Gefühlter Temperatur, thermischem Empfinden und gesundheitlicher Gefährdung 1)

Gefühlte Temperatur [°C] Thermisches Empfinden Gesundheitliche Gefährdung
über 38sehr heißsehr hoch
32 bis 38heißhoch
26 bis 32warmmittel
20 bis 26leicht warmgering
0 bis 20behaglich keine
-13 bis 0leicht kühlgering
-26 bis -13kühl mittel
-39 bis -26 kalt hoch
unter -39 sehr kaltsehr hoch


1) Die Beziehung wurde über eine Standardisierung des Menschen ermittelt. Die Reaktion des Individuums auf die thermischen Bedingungen kann davon abweichen.